Energie-News

 14.08.2026

Öl- und Heizölpreise aktuell


atrego GmbH

ÖlförderturmIm Rückblick stabilisierten sich die Preise am Mittwoch auf höhten Niveau. Die Aussicht auf eine kurzfristige diplomatische Lösung blieb gering, nachdem aus Teheran erneut signalisiert wurde, dass es keine konkreten Gespräche über eine Verlängerung der Waffenruhe mit den USA gebe. Am Donnerstag setzte dann eine Gegenbewegung ein. Am Freitagmorgen stabilisieren sich die Preise wieder leicht. Das Preisniveau bleibt damit deutlich höher als noch zu Beginn der vergangenen Woche.

Für Druck sorgten vor allem die überraschend stark gestiegenen US-Rohölbestände. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA erhöhten sich die Lagerbestände innerhalb einer Woche um 17,4 Millionen Barrel – der stärkste Zuwachs seit Anfang 2023. Gleichzeitig blieben die Benzin- und Destillatbestände relativ niedrig, was insbesondere für den Markt für Diesel und Heizöl relevant ist.

Zusätzlichen Druck auf die Ölpreise erzeugten die jüngsten Prognosen zur weltweiten Nachfrage. Sowohl die OPEC als auch die Internationale Energieagentur haben ihre Erwartungen für das Nachfragewachstum 2026 reduziert. Damit stehen den geopolitisch bedingten Angebotsrisiken zunehmend fundamentale Faktoren gegenüber, die eher für niedrigere Preise sprechen.

Die geopolitische Lage bleibt allerdings der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Die Gespräche zwischen den USA und Iran über eine Lösung des Konflikts sind weiterhin festgefahren. Gleichzeitig beanspruchen beide Seiten die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus für sich. Der Schiffsverkehr bleibt dadurch deutlich eingeschränkt. Für zusätzliche Nervosität sorgten am Donnerstag Berichte über Angriffe auf zwei Tanker der staatlichen Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Vereinigten Arabischen Emirate machten Iran für die Vorfälle verantwortlich. Gleichzeitig kündigten die USA an, ihre Seeblockade gegen Iran notfalls auf unbestimmte Zeit aufrechtzuerhalten. Damit bleibt das Risiko weiterer Störungen der Ölversorgung hoch, selbst wenn die jüngsten US-Lagerdaten kurzfristig preisdämpfend wirken.

Für Heizölkunden zeigt sich damit am Freitagmorgen ein uneinheitliches Bild: Die hohen US-Lagerbestände und die schwächeren Nachfrageprognosen sprechen für einen nachlassenden Preisdruck. Gleichzeitig verhindern die ungelöste Situation im Nahen Osten und die eingeschränkte Passage der Straße von Hormus einen stärkeren und nachhaltigen Preisrückgang. Die Rohölpreise dürften deshalb auch in den kommenden Tagen ausgesprochen volatil bleiben.

Zusätzlich wirken sich die weiterhin niedrigen Pegelstände auf deutschen Wasserstraßen regional auf die Heizölpreise aus. Besonders der Transport von Mineralölprodukten über den Rhein wird bei Niedrigwasser aufwendiger, weil Binnenschiffe weniger Ladung aufnehmen können. Dadurch können insbesondere in den vom Rhein abhängigen Regionen zusätzliche Transportkosten entstehen.

Brent Heizoel

Bereich Schlusskurs
12.08.2026
Schlusskurs
13.08.2026
Startkurs heute
14.08.2026
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
14.08.2026
Heizölpreis
(Euro/100L) 3.000
L. Standardqualität
145,24 144,22 144,06 -0,1 %
Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
88,91 86,77 87,10 0,4 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1539 1,1541 1,1539 0,0 %

euroDollar

 


Zurück zur Übersicht